Kalibrations-Aufnahmen anfertigen
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Allgemein
Aufbau Beleuchtung Fotografieren Beispiele Herstellung von Kalibrations-Fotos speziell für Shift-Objektive |
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Wichtiger Hinweis:
Um die Funktion von ImageIron zu testen, können die Aufnahmen natürlich auch im quick-and-dirty-Verfahren entweder mit einem, auf dem Boden liegenden, DIN-A4-Ausdruck der Kalibrations-Tafel angefertigt werden, oder einer Vollbildansicht der Kalibrationstafel auf einem Flachbildschirm (wird nicht empfohlen, wenn auf gute Korrekturergebnisse der chromatischen Aberration Wert gelegt wird). Auch so können schon erstaunlich gute Ergebnisse erzielt werden. AllgemeinIm Allgemeinen ist der Linsenfehler für jede Kombination von Kamera und Objektiv unterschiedlich. Infolge dessen muss z.B. bei einer Spiegelreflexkamera mit austauschbarem Objektiv ein Kalibrations-Set pro Kamera-Objektiv-Kombination erstellt werden. Im Folgenden wird schrittweise beschrieben, wie für eine Kamera/Objektiv mit variabler Brennweite ein Satz Kalibrations-Aufnahmen erstellt wird, der später vollautomatisch von ImageIron zu einem Kalibrations-Set verarbeitet werden kann. Für fixe Brennweiten gestaltet sich die Vorgehensweise entsprechend einfacher. AufbauDie Kalibrationstafel kann flach auf einen festen Untergrund gelegt, oder quer an einer Wand befestigt werden. Besonders für Aufnahmen mit geringem Zoom ist bei einem Papier-Ausdruck das flache Aufliegen vorzuziehen. Auf diese Weise ist die Faltenbildung minimal, die besonders bei Aufnahmen im Weitwinkelbereich zum Tragen kommt. BeleuchtungFür optimale Ergebnisse der Vignettierungsparameter ist es wichtig, dass die Kalibrationstafel so gleichmäßig wie möglich ausgeleuchtet ist. Empfohlen wird, die Aufnahmen unter mäßig hellem Tageslicht zu erstellen. Alternativ kann auch eine konstante Lichtquelle, zum Beispiel eine Wolfram-Halogen Lampe, benutzt werden. Es ist darauf zu achten, dass das Licht seitlich einfällt, um direkte Reflexionen zu vermeiden. Falls jedoch auf die Qualität der Vignettierungsparameter kein Wert gelegt wird, so kann die Beleuchtung vernachlässigt werden. Für die Berechnung der Verzeichnungsparameter allein reicht es vollkommen aus, wenn sich die schwarzen Punkte genügend sichtbar vom helleren Hintergrund absetzen. Die besten Ergebnisse lassen sich erreichen, wenn die Belichtungsmessung automatisch von der Kamera vorgenommen wird (so dass der weiße Hintergrund des Kalibrationsmusters in einem mittleren bis hellen Grau abgebildet wird). Fotografieren
Ein Vorteil von ImageIron ist, dass eine beliebige Menge Fotos automatisch kalibriert werden kann, wenn für die verwendete Kamera ein geeignetes Kalibrations-Set vorhanden ist.
ImageIron ermittelt die Brennweiten- und Blenden-Einstellungen automatisch anhand der EXIF-Daten, es muss also während der Aufnahme nichts notiert werden. Es wird empfohlen, folgendermaßen vorzugehen (hier als pdf zum ausdrucken):
Beispiele für Kalibrations-FotosFolgende Kalibrations-Fotos sind zwar nicht optimal, können aber, dank des toleranten Erkennungsmoduls, noch verarbeitet werden: |
Kalibrationstafelkante sichtbar. Kann mit hoher Wahrscheinlichkeit verarbeitet werden. |
Geringe Anzahl an Kalibrationspunkten. Bewirkt geringere Genauigkeit, jedoch benötigt für Aufnahmen mit Bildauflösung kleiner als 1024x768 Pixel. |
Dunkle Aufnahme. Verringert bis zu einem gewissen Grad die Qualität der Vignettierungsparameter. |
Leicht schräge Aufnahme. Kann verarbeitet werden. |
Herstellung von Kalibrations-Fotos speziell für Shift-ObjektiveImageIron unterstützt die Kalibration von Aufnahmen, die mit Shift-Objektiven erstellt wurden. Ein Shift-Objektiv wird parallel zur Abbildungsebene verschoben, womit sich auch die optische Achse um den gleichen Betrag entlang des CCD-Sensors verschiebt und somit ein neuer Ausschnitt der Linsenprojektion im Foto sichtbar wird. Das Kalibrations-Set, das für die Korrektur erstellt werden muss, enthält daher zusätzlich ein Maß für die Verschiebung des Verzerrungsmittelpunktes in Abhängigkeit vom Shift-Wert. Wird ein Tilt/Shift-Objektiv verwendet, so muss beachtet werden, dass ImageIron die Tilt-Funktion nicht voll unterstützt. Es muss also für jeden Tilt-Winkel ein separates Kalibrations-Set erstellt werden, da eine Verstellung dieses Wertes auch eine nicht-triviale Veränderung der Verzeichnung (mit tangentialem Anteil) bewirkt. Bei der Herstellung eines Kalibrations-Sets für Shift-Objektive muss notiert werden, welche Fotos mit, und welche ohne Shift aufgenommen wurden, da diese Einstellung nicht in den EXIF-Daten enthalten ist. Unter Zuhilfenahme dieser Checkliste (pdf) wird empfohlen, folgendermaßen vorzugehen:
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